Kraftvolle Zukunftsgestalter – Focus Money September 2018

Innovationen zahlen sich für Unternehmen wie Anleger aus. Anhand einer wissenschaftlich fundierten Formel pickt ein Fonds die fortschrittlichsten Unternehmen heraus

Hätte, würde, wäre – jeder Investor kennt verpasste Anlagechancen. Hätte man doch schon vor zehn Jahren in Apple investiert. Wäre man bei Alphabet dabei gewesen, als das Unternehmen noch Google hieß. Beim Börsengang 2004 galt die Suchmaschinen-Aktie als grandios überbewertet. Rückblickend ist klar, dass sie eine der raren Chancen war, Investoren reich zu machen. Hätte man das nicht damals wissen können oder gar müssen? Für Leo Brecht, Innovationsforscher an der Universität Liechtenstein und Vorstand der auf innovative Investments spezialisierten Schweizer Alpora AG, sind solche Fragen elementar.

Mit seinen Kollegen arbeitet er seit Jahren daran, die Gewinner von morgen herauszufiltern. Mit den beiden Fonds Alpora Innovation Europa und Alpora Global Innovation (ISIN: DE000A2AJHH5, enthält einen 30-prozentigen Anteil an nordamerikanischen
Aktien) können Anleger am Erfolg teilhaben.

Blick in den Rückspiegel.

Der Blick in die Zukunft beginnt bei den Wissenschaftlern mit einem Blick in den Rückspiegel. „Wir haben eine gute Datenbasis“, sagt Brecht, „doch entgegen unserem ursprünglichen Modell mussten wir Methoden finden, wie wir zukunftsorientierter und weniger rückwärtsgewandt arbeiten.“ Dafür entwickelten die Wissenschaftler einen mathematischen Algorithmus, der aus einem Input- und Output-Modell besteht und das Innovationspotenzial von Unternehmen bemisst. Um Trends aufzuspüren, werten sie Tausende an Publikationen und Patentanmeldungen aus. „So können wir erkennen, ob ein Unternehmen auf seinem Gebiet auch die richtigen
Felder beackert“, sagt Brecht (s. Kasten links). Versteckte Champions. Die versteckten Champions finden sie auf vielen Gebieten. Weit gefehlt, wenn man dabei nur an Hightech denkt. Unter den zehn Innovationsaktien, die Apora exklusiv für FOCUS-MONEY-Leser herausgesucht hat, befindet sich die finnische Ponsse OYJ, deren Forstmaschinen durch das selbstständige Fällen von Bäumen und
Zersägen der Stämme auf die gewünschten Längen den Weitertransport erleichtern. Mit von der Partie sind auch der Hersteller von Befestigungslösungen Lisi, der französische Immobilienentwickler Kaufman & Broad und der schottische Softdrink-Hersteller A.G. Barr. Die Schweizer Lindt & Sprüngli ist seit Anbeginn im Fonds. „Lindt arbeitet eng mit Forschungsinstitutionen zusammen, um frühzeitig
neue Erkenntnisse zur Schokoladenverarbeitung in den eigenen Prozessen einzusetzen“, lobt Brecht.

Schnell aus der Krise.

Weniger Gedanken machen sich die Manager über die Kapitalmärkte als solche. „Das Timing ist immer falsch“, lautet Brechts Devise, „ich persönlich bin vor zwei Wochen nochmals eingestiegen.“ Doch auch der Marktzyklus hinterlässt seine Spuren. In der derzeitigen Spätphase des Zyklus befinden sich mehr Energie- und weniger Technologieaktien im Fonds. Und für wacklige Finanzmärkte hat sich gezeigt, dass die Innovatoren nicht nur in guten Zeiten besser laufen, sondern in schlechten schneller aus der Krise herauskommen.

September 2018 – ALPORA Kraftvolle Zukunftsgestalter